Erfolg hatte ich dann letzten Endes in der Deutschen Botschaft in Wellington. Die Frau dort benötigt nicht mal den Original-Führerschein, ein Scan per Mail hat ausgereicht. Sehr praktisch für mich. Morgen will sie die Übersetzung losschicken, dann ist sie hoffentlich Freitag hier. :)
Aber ich brauche ja nicht nur die Führerschein-Übersetzung, sondern auch noch ein Auto. Ich hatte mir ja ein interessantes Angebot aus dem Internet rausgesucht und habe heute meinen Arbeitskollegen James gefragt, ob er sich das vielleicht mit mir anschauen könnte, da er -was nicht gerade schwer ist... ;) - etwas mehr Ahnung von Autos hat als ich. Er meinte dann gleich, dass er nen Bekannten hat, der Autos verkauft und dass er den mal fragen wird. Der hat ihm auch ein Auto vorgeschlagen, was mir allerdings schon ein bisschen zu teuer ist. Aber er wusste auch den genauen Preis nicht... auf jeden Fall wird James das Auto morgen einfach mit zur Arbeit bringen und ich kann es mir anschauen und wir machen ne kleine Probefahrt. Dann werde ich weiter sehen...
Das Auto aus dem Internet, in das ich mich eigentlich verliebt hatte, hat sich zwischenzeitlich als... naja, sagen wir mal "nicht ganz ideal" heraus gestellt. Erst bei telefonischer Nachfrage hat der Verkäufer erzählt, dass es scheinbar ein Problem mit dem Auspuff gibt (irgendeine Warnlampe leuchtet), dessen Reparatur 1000$ kosten würde. Ne Reparatur wollte ich natürlich nicht noch bezahlen. Ein Treffen für die Besichtigung gibts morgen zwar trotzdem, aber eigentlich weiß ich schon jetzt, dass ich dieses Auto nicht nehmen werde. Wär ja auch zu schön gewesen, wenn alles in Ordnung gewesen wär... :(
Meine nächsten Wochen auf der Arbeit werden wahrscheinlich ziemlich entspannt, da mein Praktikumsbetreuer mal eben nach San Francisco (oder wars Los Angeles??? Weiß nicht mehr, auf jeden Fall weeeeeit weg ;) ...) geflogen ist und erst am 9. Oktober wieder kommt. Und dann werden ihm erstmal die Weisheitszähne gezogen - vermutlich wird er also ne Weile nicht da sein. Also habe ich noch mehr Zeit und Ruhe für meine Arbeit als sonst. Stört mich auch nicht ganz so, wenn ich ehrlich bin ;) . Die größte Hilfestellung bekomme ich sowieso von meinen Kollegen...
Allgemein kann ich aber auf jeden Fall sagen, dass das, was die hier so machen, schon echt toll ist. Macht richtig Spaß dabei zuzusehen, wie solche guten Ideen geboren und umgesetzt werden. Und ich denke, dass ich schon ein bisschen stolz sein werde, wenn später vielleicht einer meiner Prototypen mit in ein großes Programm aufgenommen werden... :)
Außerdem habe ich angefangen, die englische Sprache etwas weiter zu erforschen und bin dabei auf Abgründe gestoßen, die mich zutiefst enttäuscht haben: Man sagt gar nicht -wie uns immer eingetrichtert wurde- "I'm going to powder my nose!", wenn man auf die Toilette will. Nein, es ist einfach ganz simpel "I'm going to the toilet!" oder in Kiwi-Englisch "I'm going to the loo!" oder in American English "I'm going to the bathroom!" (weil dort die Toilette wie auch bei uns immer im Badezimmer ist... :) ). Interessant, oder? :) "I'm going to powder my nose!" hingegen ist sehr veraltet - das werden im besten Fall noch Uromas sagen.
Achja und "Der Käfer", der ja im Englischen prinzipiell neutral ist ("THE bug") kann gleichermaßen auch männlich oder weiblich sein. Man kann also in der dritten Person über ihn reden, indem man "He", "She" oder "It" verwendet. Wobei es vermutlich unlogisch wäre, sich bei einem Käfer auf ein Geschlecht festzulegen... frei nach dem Motto: Ich bin ganz sicher, es ist ein Weibchen! ;)
Gleichermaßen sind mir ein paar unlogische Artikel im Deutschen eingefallen: Warum heißt es eigentlich "DER Käfer" und "DAS Mädchen"? Was mache ich jetzt, wenn der Käfer eben doch ganz sicher weiblich ist? ;) Naja... und das Geschlecht sollte bei nem Mädchen im Normalfall eigentlich auch klar sein, oder? Jaja, Sprachen sind schon lustig... :)
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